Die Farben Italiens

Die Farben sind einzigartig
Das, was Farben ausmacht, ist das Licht. In Süditalien gibt es genau dieses Licht. Strahlende, gleißende Sonne. Eine Sonne, die im Sommer fast senkrecht steht. Kaum Schatten, nur Sonne, Licht – und Farben.

Die klassischen Farben Italiens
sind sicher weiß, rot und grün. Die Farben der Nationalflagge. Die findet man überall wieder. Sie leuchten von Plakatwänden, sie kommen einem auf Graffitis entgegen, sie zieren Tüten, Schlüsselanhänger und jede Menge Prospekte.

Die drei Nationalfarben
Aber, sie finden sich auf dem Teller wieder. Eine Pizza Margherita wird von diesen drei Farben dominiert: rote Tomaten, weißer Mozzarella und grünes Basilikum – perfekt italienisch. Entstanden ist dieses Farbtrio mit hoher Wahrscheinlichkeit in Neapel. Angeblich hat 1889 die junge, italienische Königin Margherita di Savoia diese Pizza "miterfunden".
Als sie einmal das Verlangen hatte, eine "Pizza" zu essen, war ihr Laibkoch ratlos, da er nur Meister der französischen Küche war. Und eine "Pizza", die damals etwas anderes war, als heutzutage, nämlich ein ärmliches Stück Fladenbrot für die niederen Arbeiter in Neapol, kannte er nicht.

Wie die Königin das Arme-Leute-Essen adelte
Aushelfen konnte Raffaele Esposito, Besitzer der angeblich besten neapolitanischen Pizzeria. Er servierte seinem edlen Gast zwei traditionelle Pizzen, und eine improvisierte, die er mit Tomaten, Petersilie und Mozzarella belegte: in den drei Farben der italienischen Flagge. Und die Legende besagt, dass genau diese der Königin am besten mundete. So entstand in Neapel die Pizza Margherita – benannt nach der Königin Italiens.
Übrigens floss in Margharetes Adern auch blaues deutsches Blut. Denn sie war die Tochter der sächsischen Prinzessin Elisabeth. Über diese Linie war die italienische Königin auch mit der heiligen Elisabeth von Thüringen verwandt, und besuchte daher Ende des 19. Jahrhunderts deren Heimat Marburg.

Die heutigen Farben Italiens
Heute spielen andere Farben eine Rolle in Italiens Alltagsleben. In erster Linie ist das das himmliche Blau. Unterstützt von der Sonne strahlt es vehement und verleiht uns diese geliebte Leichtigkeit am Mittelmeer. Und da sind wir schon bei der zweiten Farbe Blau: nämlich der des Meeres. Und dieses Blau kann auch zu einem herrlich frischen Türkis werden. Insbesondere an den Stränden Apuliens, am ionischen Meer. Flacher Sandstrand, türkisfarbenes Wasser, Sonne – was will man mehr.

Ja, mehr kann es dann schon sein, nämlich mehr von einem strohgelben, regionalen Wein, etwa einem Fiano, oder einem Falanghina. Die passen nicht nur im Urlaub ideal zu Fisch, Pasta und Gemüse. Und wer es fülliger mag, nimmt sich der rubinroten oder granatroten Farbe an: Mit köstlichen Rotweinen der süditalienischen Rebsorte Nero di Troia, Negroamaro oder Primitivo.

So könnten wir noch lange durch die Farben Italiens streifen, die Teller und Glas zieren und uns mit köstlichen Aromen beglücken. Doch viel schöner ist es, es selbst auszuprobieren. Vielleicht schon wieder diesen Sommer?