Die Leidenschaft Italiens

Essen ist Leben
Ich glaube in keinem anderen Land der Erde ist ESSEN so wichtig und gehört so in den Alltag, wie in Italien. Und das Schöne an dieser Liebe zum Essen ist, dass Essen wirklich wert geschätzt wird. Sowohl die Auswahl der Zutaten, aber auch diejenigen, die es zubereiten. Sie bereiten Familie, Freunden und Fremden damit ein inniges Gefühl von Freude, angenommen und angekommen sein.

Kleine Tipps für Essen in Italien
Von Nord nach Süd gibt es ein enormes Gefälle. Das fängt in Südtirol mit einer unüberschaubaren Knödelvielfalt an, geht über würzige Alpenkäse und Polenta im Veneto zu Risotto in der Lombardei. Nicht zu vergessen das Genießerparadies des Piemont. In der Emilia Romagna und weiter südlich in den Bergen des Apennin stehen Fleisch, Wurst und Schinken ganz hoch im Kurs.
An den Küsten gibt es jede Menge Fisch und Meeresfrüchte. Um so weiter man aber nach Süden kommt, desto vegetarischer werden die Speisen. Statt Butter gibt es Olivenöl, statt Fleisch viel mehr Gemüse – in großer Vielfalt und tollen Rezepten. Und Pasta, Hülsenfrüchte und Pizza gibt es in vielen Regionen Italiens.

Essen Sie bei italienischen Freunden – echter Genuss!
Wenn Sie als Ausländer die Chance haben, zu einer italienischen Familie zum Essen nach Hause eingeladen zu werden, sollten Sie das wahrnehmen. Natürlich kann es zu Verwirrung kommen, wenn man die Essgewohnheiten der Italiener nicht so genau kennt. Denn üblicherweise essen Deutsche gleich zu Beginn ordentliche Portionen. Und wenn es dann richtig los geht, kann es schon einmal vorkommen, dass man satt ist, bevor es richtig losgeht. Deshalb hier ein paar Menü-Tipps:
1. Antipasti: Zum Start werden Antipasti-Köstlichkeiten wie eingelegtes Gemüse, Fisch- und Fleisch-Häppchen gereicht. Diese Häppchen können sich schnell auf 6, 8, 10 oder mehr Kleinigkeiten auswachsen. Und man weiß am Anfang nicht, wieviele es werden! Hier wirklich nur "Häppchen" nehmen. Langsam essen.
2. Il primo: Der erste Gang besteht üblicherweise aus Pasta oder Risotto. Essen Sie nicht die ganze Portion. Lassen Sie ruhig etwas auf dem Teller.
3. Il secondo: Der zweite Gang bei einem italienischen Gericht ist der eigentliche Hauptgang. Auf den Tisch kokmmen je nach Region Fisch, Fleisch oder Gemüse serviert. Oft begleitet von Beilagen, die aber nicht gleichzeitig gegessen werden müssen. Die Portionen sind hier nicht allzu üppig. Man ist ja eigentlich schon fast satt...
4. Il dolce: Ein Dessert oder Obst dürfen nicht fehlen. Eis geht aber auch. 5. Caffè / Amaro: Den Abschluss bildet immer ein Caffè, ein Amaro oder je nach Region ein Grappa oder ein Limoncello.
Wenn Sie Glück haben kommen Sie mit 8 – 12 kleinen Gängen über die Runden, gerade im Süden Italiens können sich Abendessen aber über mehrere Stunden hinziehen und durchaus mehr als 15 Gänge – natürlich alles mehr oder weniger nur Kleinigkeiten – aufweisen.